Unsere Arbeit als niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psycho- therapeuten wurde bisher schon nicht voll bezahlt. Jetzt werden den Praxen allein 2027 rund 3 Milliarden Euro gestrichen. Alle Praxisleistungen sind strikt „gedeckelt“. Viele Untersuchungen und Behandlungen bezahlen die Krankenkassen nur bis zu einer starren Obergrenze voll, andere gar nicht mehr. Unsere Einnahmen gehen zurück, während der medizinische Bedarf steigt. Diese Rechnung kann nicht aufgehen.
Über alle Fachrichtungen und Praxen hinweg bricht im kommenden Jahr die Finanzierung für 46 Millionen Behandlungsfälle komplett weg. Das ist jeder zwölfte Fall. Wir können dann nicht einfach so weitermachen. Wir müssen unsere Ausgaben und unser Angebot reduzieren: zum Beispiel Termine streichen oder Sprechstunden kürzen.
Sie verdienen auch in Zukunft eine gute Behandlung. Dafür werden wir weiterhin alles geben. Allerdings werden die Belastungen auch für Sie spürbar sein. Wir wollen das nicht, haben aber keine andere Wahl: Wir werden weniger Termine vergeben können und die Wartezeiten werden länger ausfallen. Weil die Politik unsere Möglichkeiten einschränkt, für Sie da zu sein.

Alexander Fischer
Facharzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin und Orthomolekular Therapeut
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